Samstag, 1. August 2009

Ratzeburger & Behlendorfer See

Der HVV brachte mich mit der Linie 900 vom Wandsbeker Markt in Hamburg nach Ratzeburg. Einziger Nachteil dieser bequemen Verbindung ist, dass der Bus am Wochenende nur dreimal in jede Richtung fährt und ich so erst zwanzig vor elf in Ratzeburg sein konnte. Auch der Zeitpunkt für die Rückfahrt lag damit schon fest, der letzte Bus am Samstag fährt um 17.25 Uhr. Der aufgezeichnete GPS-Track beginnt und endet an der Haltestelle Lüneburger Damm. Meinen kurzen Abstecher vorweg, auf die Ratzeburg Insel und zum Küchensee, habe ich nicht mit aufgezeichnet. Und am Ende führt der Weg an der Haltestelle Möllner Straße vorbei. Wenn die Zeit knapp ist, kann man bereits hier in den Bus einsteigen, viel zu verpassen gibt es von dort auf dem Weg nach Ratzeburg hinein nicht mehr. Diese Wanderung ist im Detail im Rother Wanderführer "Rund um Hamburg" beschrieben. Meine Auflage ist die von 2005 und nicht mehr in allen Details stimmig. Die Wegmarkierung "Frucht" (=Eichel), auf die sich der Wanderführer bezieht, habe ich nur zweimal gesehen. Und den "undeutlichen Pfad am Feldrand entlang", dem man hinter dem Landhaus Kulpin folgen soll, gibt es definitiv nicht mehr, der ist mittlerweile untergepflügt. Ich bin stattdessen über das abgeerntete Feld gelaufen. Bei schlechtem Wetter oder wenn das Feld bewachsen ist, wird man hier dem befestigten Weg weiter folgen müssen, um bei nächster Gelegenheit rechts abzubiegen. Das gilt auch für den, der die Runde mit dem Fahrrad zurücklegen möchte, was gut möglich ist, wenn man sicher im Sattel sitzt.

Samstags im August am Behlendorfer See Von der Bushaltestelle Lüneburger Damm geht es zunächst Richtung Westen und dann am Westufer des Großen Ratzeburger Sees entlang nach Norden bis Buchholz. Der Weg verläuft nicht direkt am Seeufer, sondern etwas zurück und erhöht durch den Wald. Besonders reizvoll wird dieser Abschnitt im Winter oder Frührjahr sein, wenn der Blick auf und über den See öfter frei ist. Durch Bucholz geht es dann einen guten Kilometer über Strasse, allerdings ist das Stück geschafft, bevor es zu nervern anfängt. Und danach geht es zunächst durch Feldmark, dann durch Wald und schließlich am Behlendorfer See entlang. Dieser Weg am Seeufer ist absolut der Höhepunkt der Wanderung. Nach der Dorfdurchquerung von Behlendorf ist der Uferweg wie eine Wiese grasbewachsen und mir begegnete am Samstagnachmittag kein Mensch, so dass ich die Idylle bei einer ausgiebigen Rast mit Siesta richtig geniessen konnte.


Nach diesem Naturerlebnis geht es bis Giesensdorf durch Felder und dann zurück nach Ratzeburg ein Stück an einer Autostrasse entlang und schliesslich durch Ratzeburg. Alles in allem eine schöne Wanderung, die wieder einmal zeigt, dass man sich auch im Norden mit Genuß die Beine müde laufen kann.

Strecke: 24km
Wertung: 4 von 5 Sternen
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Mittwoch, 15. April 2009

E1 von Flensburg nach Kiel im April 2009

Tag 1, 09.04.2009, von Krusau nach Sieverstedt

Das erste Entfernungsschild auf dem E1 hinter Dänemark Es war klar, dass es früher oder später soweit kommen musste. Am verlängerten Osterwochenende habe ich mich auf nach Flensburg gemacht, um das erste Teilstück der Europäischen Fernwanderwegs E1 unter die Sohlen zu nehmen. Dafür setzte ich mich am Donnerstag Morgen mit in den Zug nach Flensburg. Im Flensburger Bahnhof deponierte ich meinen Rucksack im Schließfach. Da mich der Weg später am Tag wieder hier vorbeiführen würde, konnte der Gepäckmarsch noch früh genug beginnen. Gerade als ich auf den Bahnhofsplatz trat, fuhr der Bus der Linie 1 vor. Das Schleswig-Holstein-Ticket gilt auch für den Nahverkehr in Flensburg, so setzte ich mich in den Bus und ließ mich Richtung Dänemark chauffieren.

An der Station Kupfermühle Grenze stieg ich aus. Hier soll laut Krause der deutsche E1 seinen Anfang nehmen, aber es war erstmal nichts davon zu sehen. Keine Blasmusik, die mich auf dem ersten Kilometer begleitet, keine Hinweistafel, nicht einmal ein weißes X. Nach 200m entdeckte ich die erste Wegmarkierung, die links in einen kleinen Fußweg weißt. Trotzdem ging ich vorerst weiter nach Norden, bis nach Krösa, weil ich dort bei den Restaurants und Läden einen Startpunkt vermutete. War aber ein Irrtum. Also Kehrtwende und zurück nach Deutschland. Der E1-Markierung auf den Fußweg folgend kam nach einigen Metern tatsächlich noch eine kleine Infotafel, aber etwas pompöser hatte ich mir meinen Start auf diesem großen Weg schon vorgestellt.

Nach Flensburg zurück ging es zuerst durch Wald bis zur Flensburger Börde, dann am Wasser entlang, bis das Stadtgebiet erreicht war. Dann erst durch Wohngebiete, dann durch die Fußgängerzone durch die Altstadt. Eine ganz erstaunliche Steigung geht es nach dem Hafen hinauf und etwas später war ich zurück am Bahnhof.

11km waren geschafft, es war Mittag, die Sonne schien und ich stellte mir die Frage, ob das nicht ein ausreichend schöner Spaziergang gewesen wäre und was dagegen spräche, nun mit dem Zug zurück nach Hamburg zu fahren. Ok, die Blamage sprach dagegen. Darum holte ich nach einer Siesta meinen Rucksack aus dem Schließfach und schleppte ihn und mich selbst rechts vom Bahnhof den Berg hinauf.

Blick über die Flensburger Börde Rekonstruiertes jungsteinzeitliches Langbett bei Munkwolstrup Idylle oberhalb des Sankelmarker Sees

Der Weg durch den Flensburger Süden kommt im Wanderführer nicht so gut weg und es wird eine Busfahrt empfohlen. Ich fand es nicht so schlimm. Zwar geht es etwas an einem Betonwerk vorbei, dort ist aber so gut wie nichts los. In Hamburg geht so eine Gegend fast noch als Wildnis durch. Dann noch etwas an einer Bundesstraße und dann ist es schon geschafft. Weiter geht es auf einsamen Nebenstraßen zum Senkelmarker See und nach Oeversee. Ich bin an diesem ersten Tag noch weiter gelaufen, bis kurz vor Sieverstedt. Gut 32km auf gefühlten 80% Asphalt, das durfte gerne besser werden. In diesem Wäldchen vor Sieverstedt steht eine pompöse Pilgerhütte, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Zum Übernachten ist sie jedenfalls nicht geeigneten, oder wie wäre es mit einer Wasserleitung? Ich fand eine schnuckeliges, sichtgeschütztes Plätzchen am Waldrand, wo ich die Abendsonne bis zum letzten Strahl genießen konnte.


Tag 2, 10.04.2009, von Sieverstedt nach Haddeby

Kleiner Waldsee hinter Idstedt Am nächsten Morgen begann meine Wanderung um 8Uhr. Die ersten 10km durch Sieverstedt und bis nach Idstedt führten fast nur über Asphalt. Wenn es mal durch den Wald geht, wie im Staatsforst Schleswig, schlägt der Weg scheinbar die größtmöglichen Bögen, um das Naturerlebnis auszukosten. Schöner wurde es dann am Idstedter See entlang und durch Wald und Flur bis kurz vor Schleswig, wo wieder pflastertreten angesagt war. Durch den Wald und am Schloss entlang ging es dann nach Schleswig hinein und durch die Stadt hindurch bis zur Schlei. Ich lief dann noch zwei Kilometer an der Schlei entlang, bis zu dem Campingplatz in Haddeby, wo ich für die Nacht eincheckte. Der Nachmittag und Tagesausklang brachte mir dann noch einen Liegestuhl in der Sonne am Wasser, ein Nudelgericht vom Gaskocher, zwei Bier und ein heiße Dusche. Tageslaufleistung laut GPS 26km.


Tag 3, 11.04.2009, von Haddeby nach Damendorf

Der nächste Tag begann direkt mit einer Sehenswürdigkeit, den Wallanlagen der einstigen Wikingerstadt Haithabu. Der E1 führt auf dem mächtigen Befestigungswall rund um das Stadtgebiet, das heute, bis auf drei rekonstruierte Gebäude, unbebaut und unbewachsen ist. Ich kann mit zwar vorstellen, dass es hier einmal lebhaft zuging, aber an diesem Morgen sorgen nur ein paar Rebhühner dort für Bewegung. Eine immer gern in Anspruch genommene Abwechslung sind die Hinweistafeln zur Geschichte und Umgebung, wie die, die etwas weiter den Hintergrund eines Runensteins erklärt. Dann führte der Weg auf einem schönen Fußweg erst am Haddebyer und dann am Selker Noor entlang.

Fusspfad durch das Westermoor Hinter der Selker Mühle wurde der Weg etwas eintöniger, bis ich das Westermoor erreichte. Nur die Autobahn in ständiger Sicht- und Hörweite stört auf dem Pfad durch das naturbelassene Moor. Nicht durchgehend läßt sich der Verlauf des Weges sicher erkennen und um einigermaßen trockenen Fußes durchzukommen, muss ich einige Haken schlagen und beachtliche Sprünge absolvieren. Jedenfalls eine tolle Landschaft!

Hinter dem Moor und hinter Brekendorf führte der Weg hinauf in den Wald. Ich nahm den kurzen Abzweig und kletterte auf den Heidberg hinauf, um die Aussicht zu geniessen. Irgend ein Heide hat in der Vorzeit einen großen Stein dort hinauf gerollt. Das erschien mir genauso beachtlich wie nutzlos. Auf dem Aschberg hatte ein Ausflugslokal geöffnet und ich gönnte mir auf der sonnigen Terrasse einen Apfelkuchen mit Schlagsahne. Auch meine Wasservorräte wurden mir von der netten Bedienung aufgefüllt. Auf dem Aschberg befindet sich auch eine kleine Jugendherberge, die aber am Osterwochenende geschlossen war.

Blick vom Heidberg Zwischen dem Haddebyer und dem Selker Noor Schloss Gottorf in Schleswig

Die Energie und der Schwung vom Apfelkuchen hielten eine gute Stunde, dann waren meine Körner für diesen Tag verbraucht. Kurz vor 18 Uhr schlug ich mich in das Unterholz und stellte mein Zelt auf. Mitte April ist das Laub noch spärlich und ich brauchte eine Weile um ein Plätzchen zu finden, dass von der nahen Strasse und den umliegenden Wegen nicht einzusehen war. Ich lagerte ganz in der Nähe des Seemoors, wo vor ein paar Jahren eine historische Moorleiche gefunden wurde. Huhuuh! Tagespensum 32km.


Tag 4, 12.04.2009, von Damendorf nach Noer

Das erste Teilstück dieses Tages führte mich durch das Seemoor. Nur war das an diesem Ostersonntag um 8 Uhr bei strahlenden Sonnenschein überhaupt nicht gruselig. Statt Moorleichen lagen in einem Tümpel auch nur einige Autoreifen und ein Kotflügel. Am Ostersonntag durch Osterby, das hört sich gut an, war aber nicht so geplant und der Weg zog sich auch ziemlich dahin. Mehr Spaß mach es wieder am Windebyer Noor entlang, vor Eckernförde.

Uferbewuchs entlang des Windebyer Noors Traumstrand bei Eckernförde Stiftwald: Nomen Est Omen

Der Hafen in Eckernförde An der Strandpromenade von Eckernförde tobte das Leben, aber ein wenig weiter hatte ich den Strand für mich allein. Das Laufen am Strand entlang, durch Sand und Kies, kostete richtig Kraft. Aber der einsame Weg am Strand und auf der Steilküste mit tollen Aussichten war jede verbrannte Kalorie wert. Auf einem Campingplatz in der Nähe von Noer verbrachte ich die Nacht. An der Küstenlinie war es sehr windig, so dass der Platzwart sich Sorgen um mich und/oder mein Zelt machte. Aber die Nacht war sehr ruhig, oder war ich nur einfach müde genug, um nichts mitzubekommen? Tagesstrecke 34km.


Tag 5, 13.04.2009, von Noer Nach Kiel

Die ersten beiden Kilometer am nächsten Morgen führen am Strand entlang. Danach hatte ich für den Tag eigentlich schon genug. Dann, Gott sei Dank, bis hinter Dänisch Niendorf auf festen Wegen, meist oberhalb der Steilküste und teilweise durch den Wald. Bei Dänisch Niendorf folge ich das erste mal nicht den Weißen Kreuzen, die in den Ort hinein führen, sondern ich folge weiter dem Küstenverlauf. Was ist das für ein grandioses Wetter im April, das war nun schon der fünfte Tag in Folge mit strahlendem Sonnenwetter. Und an diesem Tag, wo der weg ständig am Wasser entlang führte, wurde ich mit einem Sonnenbrand auf Nase und den Handrücken belohnt.

Kraxeln statt wandern am Strand hinter Dänisch Niendorf Hinter Dänisch Niendorf folgte ich den Wegmarkierungen zurück an den Strand, der hier über weite Strecken den Charakter eines Geröllfeldes hat.Das Gehen erforderte höchste Konzentration, um nicht die Füße zu vertreten. Gegen Mittag hatte ich den Büker Leuchtturm erreicht. Am Hafen in Strande genoss ich ein so unglaublich leckeres Matjesbrötchen, dass ich mir ohne zu zögern ein zweites zum Nachtisch gönnte.

Eine wirklich lange Allee hinter Lottdorf Weg oberhalb der Steilküste Europabrücke in Kiel

Der Wanderführer legt die Fahrt von Strande nach Kiel per Bus oder Schiff nahe. Ich fand jedoch die Wegstrecke von Schilksee bis zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel durchaus lohnenswert. Nach der Fährfahrt über den Kanal habe ich allerdings dann die Wegmarkierung verloren und mich bei der Suche nach dem Bahnhof in Kiel richtig verheddert. Eins war mir klar, als der Bahnhof endlich erreicht war, für die Orientierung in der Stadt ist ein Outdoor-GPS völlig ungeeignet. Vom Hauptbahnhof Kiel fuhr mich die Bundesbahn zurück nach Hamburg. Tagesstrecke 36,5km, inkl. herumirren in Kiel

Samstag, 4. April 2009

Der Alsterwanderweg

Zwar nicht von der Quelle beginnend, aber immerhin 35km weit folgt der Alster-Wanderweg dem Lauf der Alster bis zur Mündung in die Elbe. Der Startpunkt der Wanderung ist in Kayhude, nord-östlich von Norderstedt. Mit der HVV, erreicht man mit der U1 Ochsenzoll und von dort mit der Buslinie 7550 die Haltestelle Kayhude/Heidkrug. Für mich 1,5 Stunden Bus- und Bahnfahrt für 2,70 Euro. Kein schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis.


Moor am Alsterlauf hinter Poppenbüttel An anderen Stellen ist die Wanderung oft in zwei Etappen aufgeteilt, einen nördlichen Teil von Kayhude bis Poppenbüttel und einen südlichen Teil von Popenbüttel bis zur Alstermündung an der U-Bahn-Station Baumwall am Hamburger Hafen. Ich bin die vollständige Tour am vergangenen Samstag in einem Rutsch abgelaufen. Der Weg ist durchgehend mit leuchtend gelben Pfeilen gekennzeichnet, gut befestigt und fast durchgehend, nur durch einige kurze Treppen unterbrochen, mit dem Fahrrad befahrbar.

In den Alsterarkarden in Hamburg Sehr gefallen hat mir die große Abwechslung, die geboten wird. Mischwald und ursprünglicher Alsterlauf hinter Kayhude, Stadtwald, mondänes Wohnen entlang der Alster, Parkanlagen, Außenalster, Binnenalster, Alsterarkaden ... ein breites Spektrum. Und bei dem Wegstück am Samstag Nachmittag über den Jungfernstieg bekommt die Wanderung Polonaisen-Charakter. Nur für Sozialneid sollte man nicht zu sehr empfänglich sein, da der Weg durch einige der besseren Hamburger Viertel verläuft.

Strecke: 35km
Wertung: 3 von 5 Sternen
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Sonntag, 22. März 2009

Von Pinneberg nach Blankenese

Vom Start an der S-Bahnstation Pinneberg aus führt der Weg durch den Stadtwald, dann den Hindenburg Damm entlang zur Pinnau. Richtung Nordwesten am dem Flüßchen entlang und unter der Autobahn hindurch erreiche ich nach etwa 3 Kilometern eine Fußgängerbrücke. Ab hier führt wie Wanderung, wie schon am Sonntag zuvor, auf dem Schlei-Eider-Elbe Wanderweg, bzw.auf der West-Alternative des Europäischen Fernwanderweges E1.
Sonntagmorgen im März in der Pinnauniederung bei
Pinneberg Nachdem die Pinnau überquert ist geht der Weg im Bogen zurück durch Rellingen, durch die Halstenbek nach Waldenau-Datum. Von dort aus bis nach/durch Sülldorf, durch den Waldpark Marienhöhe, bis schließlich das Falkensteiner Ufer und die Elbe erreicht wird. Auf der restlichen Strecke am Elbufer entlang und durch das Blankeneser Treppenviertel hat dann nicht nur schöne Ausblicke zu bieten, sondern auch ein paar sportliche Anstiege.

Elbblick vom Falkensteiner Ufer bei Blankenese

Insgesamt ist dies eine sehr abwechslungsreiche Wanderung, auch wenn es in Rellingen und Sülldorf einige Zeit durch Wohngebiete geht. Die meiste Zeit bewegt man sich durch Marsch- Moor- und Heideland, Wald und landwirtschaftlich genutzte Flächen mit Baumschulen, Gärtnereien und viel Pferdezucht.

Strecke: 30km
Wertung: 3 von 5 Sternen
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Sonntag, 15. März 2009

Von Voßloch nach Pinneberg

Den Startpunkt dieser Wanderung, Voßloch in der Nähe von Barmstedt in Schleswig-Holstein, ist mit der Regionalbahn von Hamburg aus über Elmshorn in einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Trübes Frühlingserwachen in der Pinnauniederung Diese Tour folgt in Gänze dem Schlei-Eider-Elbe Wanderweg, der von Schleswig bis Wedel bei Hamburg über 258 Kilometer durch Schleswig-Holstein führt. Der Schlei-Eider-Elbe Wanderweg ist auch als Nebenroute des Europäischen Fernwanderwegs E1 ausgewiesen und darum mit weißen Kreuzen markiert. Zumindest auf dem hier beschriebenen Teilstück ist die Auszeichnung durchgehend gut, so dass kaum einmal Unsicherheit über den Wegverlauf aufkam. Und zur Sicherheit hatte ich Karte und GPS dabei :-)

Birkenwald im Himmelmoor Nach dem Start an Bahnhof Voßloch führt der Weg zunächst durch ein Waldgebiet Richtung Bullenkuhlen. Dann weiter an Baumschulen entlang, auf Feld- und Forstwegen, zum Teil auch auf Nebenstraßen, ins Himmelmoor. Das Moorgebiet ist der Höhepunkt der Wanderung. Welchen Krater der Moorabbau hinterlässt, ist vom idyllischen Weg aus gar nicht zu erkennen. Dafür aber um so besser auf der Satellitenansicht bei Google Maps. An diesem trüben Frühjahrstag herrscht eine eigenartige Stimmung in dem Birkenwald. Die Pirole, Neuntöter und andere seltene Vögel, die im Moor ihr Revier haben sollen, konnte ich leider nicht entdecken, aber immerhin zwei Graureiher. Und etwas später einige Hasen, die wie vom Hafer gestochen durch den Wald rasten. Tja, der Frühling.


Der Weg führt dann weiter durch recht abgelegene aber landwirtschaftlich genutzte Gebiete bis die sumpfige Pinnauniederung erreicht wird. Dann dem Flüsschen Pinnau ein Stückchen folgen, durch Pinneberg bis zum Zielpunkt dem S-Bahnhof Pinneberg.

Strecke: 31km
Wertung: 3 von 5 Sternen
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